Am 17. August 2018 konnten im Naturschutzgebiet „Jungferweiher“ in Ulmen zwei vorübergehende Pflegefälle nach mehrwöchigem Aufenthalt in der „Wildvogel-Pflegestation Kirchwald e.V.“ (bei Mayen) wieder in die Freiheit entlassen werden. Ein nestjunger Graureiher war am 12. Juli in der Brutkolonie in Ulmen-Meiserich abgestürzt und in einem Privatgarten gelandet. Der Besitzer nahm Kontakt zum Naturschutzbeauftragten des Landkreises Cochem-Zell in Ulmen, Dr. Christian Dietzen, auf, der an die Vogelpflegestation vermittelte, um den noch nicht flüggen Jungreiher bis zum Erreichen der Flugfähigkeit entsprechend zu versorgen. Ein eben flügger Zwergtaucher war in einem Baugebiet notgelandet und kam ebenfalls zur Pflege in die Station in Kirchwald. Bei guter Gesundheit konnten beide Vögel durch den Naturschutzbeauftragten am Ufer des Jungferweihers im Beisein von David Saxler, Inge Dietzen und Werner Dietzen in ihren natürlichen Lebensraum entlassen werden. Während der Zwergtaucher sich arttypisch sofort in die dichte Ufervegetation zurückzog, ließ es der junge Reiher etwas ruhiger angehen und nahm das Gebiet erstmal zu fuß auf dem Grasweg und später vom Wipfel des Ufergebüschs in Augenschein, bevor er sich zu seinen zahlreich anwesenden Artgenossen gesellte. Die „Wildvogel-Pflegestation Kirchwald e.V.“ kümmert sich seit 1983 um Pflege und Aufzucht verletzter Wildtiere. Die Finanzierung erfolgt hauptsächlich über Spenden und Förderer. Wer sich über die wertvolle Arbeit der Station informieren oder diese unterstützen möchte, kann sich unter www.wildvogel-pflegestation-kirchwald.org informieren bzw. findet dort Kontaktdaten und Bankverbindung für Spenden. An dieser Stelle herzlichen Dank an die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Station für die kompetente und liebevolle Pflege der beiden Pechvögel, die sich hoffentlich nun gut am Jungferweiher zurechtfinden.